Koordinations-Test

Mark Mattheis, Michael Lins und Marco Schmuck haben einen Test entwickelt, der die wichtigsten koordinativen Fähigkeiten für Golfer überprüft.
Gleichgewichtsfähigkeit:
Der Schüler schlägt mit einem Eisen 7, auf einem Bein stehend Bälle von einem Tee. Ziel ist es, solange auf einem Fuß stehen zu bleiben, bis der Ball gelandet ist. Der Spieler darf bis zur Landung des Balles weder hüpfen, noch den Fuß am Boden verdrehen. Andernfalls ist der Versuch ungültig. Es werden vier Bälle auf dem linken Fuß stehend und vier auf dem rechten Fuß stehend geschlagen.

Wertung:
Fliegt der Ball 25 Meter, gibt es einen Punkt, fliegt er 75 Meter, gibt es zwei Punkte.
Reaktionsfähigkeit:
Der Spieler steht einen Meter von einem True Roller entfernt; der Schlägerkopf ruht auf dem Boden. Ein Ball wird an der Markierung 10 angesetzt und irgendwann losgelassen. Der Schüler versucht den ankommenden Ball mit einem Eisen7 so gut und weit wie möglich zu schlagen.

Wertung:
Für das Treffen des Balles gibt es einen Punkt. Fliegt der Ball weiter als 25 Meter, erhält der Spieler 2 Punkte. Ab 50 Metern gibt es 3 Punkte, und ab 75 Metern erhält der Spieler 4 Punkte. Es gibt vier Durchgänge.
Motorische Anpassungs- und Umstellungsfähigkeit:
Auf dem Putting Grün wird ein Rechteck (2 Meter breit, 1 Meter tief) mit Tees markiert. Der Spieler steht 5 Meter von diesem Rechteck entfernt und puttet abwechselnd einen Tennis- und einen Golf-Ball.

Wertung:
Bleibt der Ball im Rechteck liegen, erhält der Spieler einen Punkt. Es werden jeweils acht Putts ausgeführt.
Rhythmisierungsfähigkeit:
Es werden 20 Bälle in einer Reihe auf dem Boden aufgeteet (Abstand von Tee zu Tee maximal 20 Zentimeter). Der Lehrer zählt laut: 1-2-3-1-2-3-…
Zunächst macht der Schüler Probeschwünge, wobei er sich darauf konzentriert, alle drei Sekunden den Boden im Durchschwung zu berühren. Hat er sich an den Rhythmus gewöhnt, hat beginnt er, die Bälle zu schlagen. Der Lehrer zählt laut bis zum 5. Ball mit, danach muss der Schüler versuchen, den Rhythmus weiter zu halten.

Wertung:
Es wird die Zeit vom ersten bis zum letzten Ballkontakt gemessen. Ideal wären 60 Sekunden; dafür erhält der Spieler 16 Punkte. Für jede Sekunde Differenz bekommt der Spieler einen Punkt abgezogen.
Räumliche Orientierungsfähigkeit:
Der Spieler steht mindestens zwei Meter hinter dem Ball und schließt, nachdem er sich orientiert hat, die Augen. Nun geht er zum Ball und versucht, den Schlägerkopf wie in der Pre-Shot-Routine so nah wie möglich hinter den Ball auf den Boden zu stellen.

Wertung:
Es wird der Abstand zwischen Ball und Schlägerkopf gemessen. Bei einer Entfernung von bis zu zehn Zentimetern Zentimetern erhält der Schüler vier Punkte, bis zu 20 Zentimetern zwei Punkte, bis zu 30 Zentimetern, einen Punkt. Der Test wird vier Mal wiederholt und die Punkte werden addiert.
Kinästhetische Differenzierungsfähigkeit:
Auf dem Putting-Grün wird ein Rechteck (1,5m × 1,5m) markiert. Jeweils nach 50 Zentimetern wird noch eine Unterteilung gemacht, sodass man drei Flächen erhält. Der Spieler macht acht Putts mit geschlossenen Augen, immer abwechselnd von vier und sechs Metern auf das mittlere Rechteck. Nach dem Putt hält er die Augen geschlossen und muss ansagen, in welchem Rechteck der Ball ausgerollt ist.

Wertung:
Punkte gibt es nur bei einer richtigen Ansage. Für das mittlere Quadrat erhält der Schüler zwei Punkte, die anderen beiden bringen einen Punkt.


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