Beweglichkeit

Ist Beweglichkeit für den Golfsport wichtig und worauf muss man beim Training achten? Ein Beitrag von Pia und Alex Skarabis.

von Dr. med. Pia Skarabis und Dr. rer. nat. Alexander Skarabis

Beweglichkeit ist die Fähigkeit, Bewegungen in einem bestimmten Ausmaß im Bereich der Gelenke auszuführen. Man unterscheidet aktive und passive sowie allgemeine bzw. lokale Beweglichkeit.
Sie ist überwiegend bestimmt von der Gelenkbeweglichkeit und der Dehnfähigkeit der Muskulatur und wird beeinflusst durch die neuro-physiologischen Steuerungsprozesse.
Beweglichkeit ist eine elementare Voraussetzung für eine technisch qualitativ und quantitativ gute Bewegungsausführung.

Bedeutungen für den Golfsport:
Unter leistungsbezogenem Aspekt hat die Beweglichkeit im Golfsport primär die Wirkung, die Bewegungsamplitude in bestimmten Körperregionen optimal auszunutzen und dadurch eine optimale Beschleunigung auf den Schlägerkopf erzielen zu können. So hängt eine optimale Ausholbewegung zum einen von der Oberkörperrotation (Rotation des Oberkörpers gegenüber der Ziellinie um 90° und mehr) sowie von der Beweglichkeit im Schultergürtel (korrekte Armposition im höchsten Punkt der Ausholbewegung) ab (s. Golffitnesstests). Das Nichterreichen der optimalen Ausholbewegung aufgrund mangelnder Flexibilität führt zu einer Verminderung des Bewegungsradius und damit zur Reduzierung der Winkelgeschwindigkeit (Schlägerkopfgeschwindigkeit).
Die Dehnbarkeit der Muskeln im Rumpf- und Hüftbereich beeinflusst die Stellung der Hüfte und der Lendenwirbelsäule insbesondere im Finish, welches wiederum eine große Bedeutung für die Belastung des passiven und aktiven Bewegungsapparat besitzt (s. Medizin für Golfer). Des Weiteren verschlechtern muskuläre Verkürzungen in diesen Bereichen die Gesamtkoordination in der Lendenbeckenregion, welches sich nachteilig auf die Technik und damit auch leistungsmindernd auswirken kann.
Eine verringerte Dehnbarkeit führt allgemein zu einer Verschlechterung des neuromuskulären bzw. koordinativen Zusammenspiels von Agonisten und Antagonisten.

Trainingsprinzipien:
Um die Muskeldehnbarkeit zu verbessern, können beispielsweise gehaltene Dehnungsübungen von ca. 30 s Dauer durchgeführt werden.
Es sollte nicht unmittelbar vor dem Üben oder vor der Runde gedehnt werden, da dies die Muskelspannung herabsetzt (Ausnahme: bei speziellen Zuständen, die mit einem Hypertonus bestimmter Muskeln einhergehen).

Beweglichkeits-Tests und -Übungen:
Die Dehnung sollte spürbar sein, jedoch nicht schmerzen. Muskeln können Schaden nehmen, wenn zu intensiv gedehnt wird. Neben dem gehaltenen Dehnen (Stretching) empfiehlt sich ein Dehnen über die Antagonisten (Gegenspieler). Seitenwechsel nicht vergessen!

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Texter Eberhard Kohlhas